Nach unserem Beitrag KI-Texte erkennen und entfernen: 11 Muster mit Vorher-Nachher-Beispielen haben uns viele Rückmeldungen erreicht, aus Pressestellen, Personalabteilungen, Geschäftsführungen und Vertriebsleitungen. Die häufigste Bitte war konkret: „Können wir das nicht auch einfach laufen lassen, auf einen Klick oder mit einem Befehl im Terminal?“
Genau dafür haben wir ein Werkzeug gebaut, das Sie ab sofort kostenfrei nutzen können.
KI-Texte erkennen: zwei typische Anwendungsfälle
Eingehende Texte prüfen. Schreibt hier noch ein Mensch? Diese Frage lohnt sich vor der Veröffentlichung einer Pressemitteilung Ihres Dienstleisters, vor der Weiterleitung einer Bewerbung oder vor dem Vertragsabschluss mit einer Agentur, deren Pitch verdächtig glatt klang. Sie bekommen in Sekunden einen Eindruck, ob ein Text starke KI-Marker enthält, und können gezielt nachfragen.
Eigene KI-Entwürfe authentischer machen. Sie nutzen ChatGPT, Claude oder Gemini als Schreibhilfe, möchten den Text aber nicht unverändert unter Ihrem Namen veröffentlichen. Der Detektor markiert jede typische Stelle direkt im Text, sodass Sie sehen, wo das Modell in den Floskel-Modus rutscht, und gezielt umformulieren können, bevor der Newsletter, der LinkedIn-Beitrag oder das Whitepaper hinausgeht.
Das Werkzeug
Sie fügen den Text ein, klicken auf „Analysieren“, und das Werkzeug markiert jede auffällige Stelle direkt im Text, jeweils mit einer kurzen Begründung, warum genau sie aufgefallen ist. Die Analyse läuft vollständig in Ihrem Browser; weder der Text noch das Ergebnis verlässt Ihren Rechner, und nichts wird gespeichert oder für Trainingsdaten verwendet.
Aus Compliance-Sicht empfehlen wir dennoch, hochsensible Personendaten vorab zu anonymisieren oder mit einem repräsentativen Auszug zu arbeiten. Das ist gute Praxis bei jeder externen Werkzeug-Nutzung, unabhängig davon, wo die Verarbeitung technisch stattfindet.
Ergebnisse richtig einordnen
Der KI-Detektor liefert einen Indikator, keinen Beweis. Eine hohe Punktzahl bedeutet, dass der Text viele Marker enthält, die in maschinell erzeugten Texten überdurchschnittlich häufig vorkommen. Sie bedeutet nicht, dass der Text mit Sicherheit von einer KI stammt, ebenso wenig wie ein niedriger Wert beweist, dass ein Mensch geschrieben hat.
Geübte Autorinnen und Autoren produzieren auf Anhieb saubere Texte, während erfahrene KI-Anwender ihre Entwürfe vor der Veröffentlichung gezielt überarbeiten und die typischen Stellen entfernen. Und gelegentlich trifft ein rein menschlicher Text gleich mehrere Muster, ohne dass eine Maschine beteiligt war.
Behandeln Sie die Bewertung deshalb wie einen Wetterbericht: Er zeigt Ihnen, wie wahrscheinlich heute mit Problemen zu rechnen ist, nicht aber, ob Sie im Einzelfall eingreifen müssen. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen.
So funktioniert die Bewertung
Der KI-Detektor arbeitet mit einem kuratierten Satz von über 120 Stilmustern in elf Hauptkategorien, von Antithesen-Twists über Marketing-Superlative, Lehnübersetzungen, Aufzählungs-Trikolone und falsch verwendete Sprichwörter bis zu strukturellen Auffälligkeiten wie der Häufung von Gedankenstrichen. Die elf Kategorien beschreiben wir ausführlich im 11-Muster-Beitrag, mit konkreten Vorher-Nachher-Beispielen aus echten Lektoraten.
Dieser Musterkatalog wächst kontinuierlich aus unserer Lektoratspraxis: Jede Auffälligkeit, die wir mehrfach in unterschiedlichen Kontexten finden, wird geprüft und ergänzt. Die einzelnen Treffer sind unterschiedlich gewichtet, weil manche Muster stärkere Indikatoren sind als andere, und werden über eine Sättigungskurve zu einem Gesamtwert verdichtet, statt linear addiert. So bekommt ein langer Text nicht allein durch seine Länge eine hohe Punktzahl.
Was wir bewusst nicht offenlegen, sind die genauen Muster, Gewichte und Schwellwerte. Wer die Logik dahinter nachvollziehen möchte, findet sie anhand der elf Kategorien im Vorher-Nachher-Beitrag.
Der Eigentest
Dieser Beitrag wurde vor der Veröffentlichung selbst durch den KI-Detektor geschickt, und das Ergebnis liegt deutlich im niedrigen Band. Ein Text über das Erkennen von KI-Sprache, der beim eigenen Werkzeug durchfiele, hätte es nicht bis zu Ihnen geschafft.
Auch außerhalb des Browsers
Das Browser-Werkzeug deckt den häufigsten Bedarf ab und benötigt weder Konto noch Abo. Wer den Detektor täglich in seinem KI-Werkzeug einsetzt, dem wird der Wechsel in den Browser allerdings schnell zu umständlich. Dafür arbeiten wir an drei weiteren Varianten.
ChatGPT-Custom-GPT. Ein Klick im GPT-Menü genügt, und Sie rufen den Detektor in jeder ChatGPT-Unterhaltung direkt auf, etwa um eine soeben erzeugte Antwort sofort gegen den Musterkatalog laufen zu lassen, ohne die Konversation zu verlassen. Ab sofort verfügbar: KI-Detektor by Schübeler in ChatGPT öffnen (benötigt ein ChatGPT-Plus-Abo; das Browser-Werkzeug funktioniert ohne Abo).
MCP-Tool für Claude und Gemini. Wer in Claude Desktop, Claude Code, Codex CLI oder Gemini CLI arbeitet, nutzt den Detektor als Tool-Aufruf direkt im Editor oder Terminal. Diese Variante gibt es als Beta auf Anfrage; eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Konfigurations-Snippets für jedes der vier Werkzeuge senden wir Ihnen als PDF zu.
Browser-Erweiterung. Für Chrome und Firefox, zur Direktprüfung von Texten auf beliebigen Webseiten. Verfügbar ab Sommer 2026.
MCP-Anleitung anfordern
Für Claude Desktop, Claude Code, Codex CLI und Gemini CLI senden wir Ihnen die Einrichtungs-Anleitung mit allen Konfigurations-Snippets und Beispielaufrufen per Mail.
MCP-Anleitung per Mail anfordern
In Kürze ersetzen wir das durch ein Formular direkt auf der KI-Detektor-Seite.
Für Ihre Kommunikationsabteilung
Wenn Sie den Detektor produktiv in Ihrer Kommunikation einsetzen möchten, lässt er sich auf Ihre Branche zuschneiden: mit einem erweiterten Musterkatalog für Ihr Fachvokabular, einer eigenen Schwellwert-Politik und einer Anbindung an Ihre bestehende Publishing-Pipeline. Für ein solches Setup sprechen Sie uns am besten direkt an, dann klären wir den Bedarf in einem kurzen Erstgespräch.
Jetzt den KI-Detektor im Browser testen – kostenfrei und ohne Konto.
— Johann Jörgen Schübeler | Schübeler Consulting